5 Fragen an Ueli Bodenmann

Ueli Bodenmann wirkt als Musiker, Texter und Komponist. In all diesen Funktionen ist er dem Publikum beim Alpen Grand Prix in Meran aufgefallen. Dieses Jahr durfte er sogar als Sieger in der Sparte Volksmusik die Trophäe entgegennehmen. Die Musikpost hat ihm zum Jahresende 5 Fragen geschickt: 

Wie hat es nachgewirkt, dass du den Alpengrandprix in der Sparte Volksmusik gewonnen hast?

Dieser erste Platz war eine grosse Werbung für mich als Interpret aber eine noch viel grössere Werbung als Komponist & Texter. Ich habe viele Anfragen, vor allem aus Deutschland und Holland bekommen. Ich bekomme auch vermehrt Texte, die ich dann vertone. Durch den AGP habe ich viele TV Termine in Holland, Deutschland und Italien bekommen. Aber auch Auftritte in den Dolomiten, beim in halb Europa bekannten Festa ta Mont, sind regelmässig in meiner Agenda. Aber das alles muss immer gut organisiert sein, weil

1. Ich immer noch 100% als Schreiner arbeite.

2. Ich immer noch einmal die Woche nach Wetzikon und einmal im Jahr für 10 Tage nach Edinburgh in die Schule gehe.

3. Ich ab und zu einen Fussballmatch meiner Kinder (Zwillinge 24) sehen will

4. Ich jede Woche ein –zwei Lieder komponiere und als Demo aufnehme.

5. Ich einen tollen Partner und ein schönes Häuschen habe.

Du bist in Meran sogar gegen Künstler angetreten, die du selbst als Nachwuchskünstler gefördert hast. Wie war das?

Da war unter anderem Swen Tangl aus Wetzikon. Er hatte seinen ersten grossen Auftritt bei einer Veranstaltung an welcher ich Nachwuchskünstler aus dem Zürcher Oberland vorstellte. Es hat mich sehr gefreut dass er es ins AGP Finale geschafft hat.

Welches sind die weiteren Ziele, die du erreichen möchtest?

Vor über 40 Jahren habe ich mit meinen Freunden die Original Unterländer aus Liechtenstein gegründet. Seit 1989 haben wir uns praktisch nicht mehr gesehen. Aber im Januar 2016 treffen wir uns wieder und nehmen im Studio von Philipp Mettler wieder ein gemeinsames Lied mit dem Titel: IN UNSREM BLUT DA FLIESST DIE VOLKSMUSIK auf. Das wird ein tolles Erlebnis, bleibt aber einmalig.

Wie verbringst du die Festtage? Was bedeuten sie dir?

Weihnachten heisst für mich Familie geniessen. Am 24. kommen die Kinder meiner Partnerin und von mir zu uns und dann wird gegessen, geplaudert, gelacht, gesungen, einfach Gemütlichkeit und wenn es die Zeit erlaubt, der Besuch der Messe. Weihnachten bedeutet für mich wieder mal innehalten, Zeit für ein Buch zu haben wie auch ein gutes Gespräch bei einem Glas Wein (oder für mich, als ein Scotland Lover, einen Whisky).

In welcher Fernsehsendung würdest du gerne einmal auftreten?

Am liebste natürlich in einer bekannten, grossen Musiksendung, was aber immer schwieriger wird, da es halt nicht mehr viele solche Formate gibt. Und jene, die es gibt, wie z. B. den Musikantenstadel, werden von vielen „Musikliebhabern“ nur weil man den Moderator gewechselt hat, zu Grabe getragen und Schwupps, gibt es wieder eine Musiksendung weniger. Eigentlich paradox, da wollen viele Zuschauer „Ihre“ Musik im TV hören aber bekämpfen in 1000en Briefen und Mails die Stadlshow schon, bevor sie erstmals ausgestrahlt wurde. Das verstehe ich nicht. Und so gibt es in der nahen Zukunft wohl nur noch Nebel und Silbereisen und dort hat es nicht viel Platz für neue Künstler. Da setzt man auf bekanntes/bewährtes. Schade für die ganze Musikszene. Aber zum Glück gibt es noch viele kleine Formate wie: MUSIKANTENWELT. Oder die Alpenwelle und auch Musig24. Aber die sind halt nicht mit Gebührengelder gesegnet und strahlen auch nicht grossflächig aus.

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